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Freiversuch

Der Freiversuch, im Studentenjargon häufig auch als Freischuss bezeichnet, ist die Absolvierung einer Prüfung unter besonderen Bedingungen, namentlich der Absolvierung ohne negative Konsequenzen. Sollte der zu Prüfende diese nicht bestehen, so wird ihm bei einem Freiversuch eine weitere Chance eingeräumt, der erste Versuch gilt dann als nicht stattgefunden. Auch beim Bestehen des Freiversuches gibt es die Möglichkeit die entsprechende Prüfung ein zweites Mal zu absolvieren, wobei die bessere Note gewertet wird.

Ein Freiversuch bietet den Studierenden damit die Durchführung einer Prüfung unter etwas gemindertem Leistungsdruck, sozusagen als Prüfung mit doppeltem Boden. Insbesondere Studierende, die großen Respekt vor ihrer ersten Universitätsprüfung haben oder generell unter starker Prüfungsangst leiden, können von einem Freiversuch profitieren.

Natürlich kann ein Freiversuch nicht "einfach so" und bei jeder Prüfung angewendet werden. Der Erhalt ist jeweils an bestimmte Vorgaben gebunden, die der Studierende erfüllen muss. In der Regel sind die Vorgaben mit dem Erreichen der Prüfungszulassung innerhalb einer gewissen Studienzeit verbunden, da der Freiversuch ursprünglich eingeführt wurde, um Studierende zu einem möglichst schnellen Abschluss und damit zu einem kürzeren Studium zu motivieren.

Eingeführt wurde der Freiversuch in den 1990er Jahren und erste Befürchtungen, die Regelung konnte sich nachteilig auswirken, konnten mittlerweile in diversen Studien widerlegt werden. Zu den Bedenken gehörten u.a., dass sich die Studierenden in Hinblick auf die Prüfung nur auf Kerninhalte ihres Studiums konzentrieren und zusätzliche Inhalte gar nicht oder nur "auf Lücke" lernen würden.

Insgesamt kann der "Freischuss" damit als erfolgreich eingeführter Bonus angesehen werden, den Studierende bei zügigem Studienverlauf erringen können.