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Nachrückverfahren

Hat man als StudienplatzbewerberIn den Wunschstudienplatz nicht in erster Instanz - bspw. über die Regelung der Bestennote oder Wartesemester - erhalten, gibt es die Möglichkeit, über das Nachrückverfahren trotz vorheriger Absage doch noch in den Studiengang an der jeweiligen Hochschule zu kommen. Nachrückverfahren müssen logischerweise nur bei zulassungsbeschränkten Studiengängen angewendet werden.

Ein Nachrückverfahren ist deswegen sinnvoll, weil nie alle BewerberInnen ihre Zusage zum Studienplatz geltend machen und dadurch vorher vergebene Studienplätze wieder frei werden. Hauptgrund hierfür ist, dass StudienplatzbewerberInnen sich an mehreren Universitäten im Bundesgebiet bewerben, um die Chancen auf eine Studienplatzzusage zu erhöhen. Je nach persönlicher Präferenz verstreichen Studienplatzusagen, weil keine Einschreibung vorliegt oder der/die StudienplatzbewerberIn der Hochschule vorab mitteilt, dass er/sie den Studienplatz nicht annehmen möchte.

Je nach Hochschule unterscheiden sich die Nachrückverfahren in Details. Generell funktionieren Nachrückverfahren aber mit dem Werkzeug der Warteliste. Auf diesen Listen werden alle StudienplatzbewerberInnen nach Abiturnote und Wartesemester aufgeführt, so dass bei Freiwerden eines Platzes nachvollziehbar dem/der nächsten BewerberIn der Platz zugeteilt werden kann. Neuerdings kann bei einigen Hochschulen - bspw. der Ruhr-Universität Bochum - die aktuelle Wartelistenposition sogar per Online-Bewerbungsinterface nachvollzogen werden.

Bei gleich starken BewerberInnen in Note und Wartesemester entscheidet das Los.

Da auch oftmals die Nachrückkandidaten den freigewordenen Studienplatz nicht annehmen möchten, weil sie mittlerweile einen anderen Studienplatz angenommen haben, wird das Nachrückverfahren so lange fortgesetzt, bis alle Studienplätze vergeben sind.

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